Zur Homepage des Fördervereins  Musik in der MarkuskirchePresseberichte 2006 - 2008

13. März 2008 Facettenreiches Repertoire Konzert der Porzer Kantorei und des Kammerorchesters
25. Oktober 2007 Ein packender Abend in St. Josef.
Kirchenmusiker führten Mendelssohn-Bartholdys Oratorium „Elias" auf
26. August 2007 Hemdsärmelige Klänge im Eiler Gotteshaus. Sonderkonzert des Porzer Kammerorchesters
26. August 2007 Kompromiss gefunden Förderverein „Musik in der Markuskirche" übernimmt Konzertfinanzierung
06. Mai 2007 Musikalischer Gottesdienst in der Markuskirche: Kantate BWV 72
18. April 2007 Konzert und Oberton-Workshop
18. April 2007 Kirchenkonzerte gesichert
21. Dezember 2006 Laien mit hohem Anspruch Porzer Kammerorchester begeistert seit 30 Jahren
21. Dezember 2006 Die Leidenschaft des Amadeus Kammerorchester musizierte mit Gästen in der Markuskirche

 


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Kölnische Rundschau DONNERSTAG, 13. MÄRZ 2008 NUMMER 62

Facettenreiches Repertoire

Konzert der Porzer Kantorei und des Kammerorchesters
von NINA WINDISCH

EIL. Mit einem Höhepunkt hat die Konzertreihe der evangeli-schen Markuskirche in diesem Jahr begonnen:
die Porzer Kantorei und das Porzer Kammerorchester unter der Leitung von Kreiskantor Thomas Wegst haben das romantische Oratorium „Die Sieben Worte Jesu am Kreuz" erklingen lassen. Das Werk von 1859 stammt aus der Feder von César Frank und ist für Soli, Chor und großes Orchester konzipiert.
Als Solisten wirkten mit:
Ingrid Schmithüsen (Sopran), Giovanni da Silva (Tenor)
und Rolf Schmitz-Malburg (Bariton).

Ein weiterer Gast war Ute Blaumer an der Harfe.

Das hohe goldene Instrument ragte aus dem Orchester hinaus genauso wie ihre Soli. Das Laienorchester stand ihrer Leistung jedoch nicht nach und überzeugte durch die Intensität der Töne. Genauso wie die Kantorei, bei der man die Freude an der Musik in ihrem Gesang hören konnte.
Chorleiter Thomas Wegst

Eine eindrucksvolle Vorstellung gab es für Musikliebhaber in der Markuskirche. (Foto: Windisch)

zog die Blicke auf sich und führte souverän durch den Abend. Die glasklare Stimme von Giovanni da Silva kam besonders im Duett mit dem facettenreichen Repertoire von Ingrid Schmithüsen zur Geltung.
Nicht nur mit seiner Stimme, sondern auch mit seiner Mimik schuf Rolf Schmitz-Malburg

eine Interpretation, mit der er die Zuhörer in seinen Bann zog. Solche Konzerte sind möglich
durch die Arbeit des Fördervereins „Musik in der Markuskirche".
Der Vorsitzende Hubert Semrau betonte die gute Teamarbeit unter den Mitgliedern. Semrau selbst ist natürlich musikbe-geistert und singt in der Kantorei

Bass. Zu seinem Bedauern musste er allerdings nach all den Proben für diesen Abend wegen einer Erkältung ausfallen, doch der Hörgenuss hat das sicher wettgemacht.

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Kölner Stadt-Anzeiger - Nr. 248 - Donnerstag, 25. Oktober 2007

Ein packender Abend in St. Josef

Kirchenmusiker führten Mendelssohn-Bartholdys Oratorium „Elias" auf

Die Kantorei der Markuskirche und viele Mitstreiter konfrontierten mit dramatischen Szenen nach dem Alten Testament.
VON MARIANNE KIERSPEL

BILD:KRASNIQI (KStA)

Rund 80 Chorsänger, ein Sinfonieorchester und Solisten begeisterten beim Konzert in der Pfarrkirche
St. Josef
unter der Leitung von Kantor Thomas Wegst.

Porz - Ein Fluch eröffnet Felix Mendelssohns Oratorium „Elias". Mit Macht schleudert Phillip Langshaw die Worte in die voll besetzte Kirche St. Josef. Sofort ist das Alte Testament (Könige l und  2) präsent.
Die
sem Elias, dem eifernden Führer, folgt die Großbeset-zung in eine archaische Welt gewaltbereiter Glaubenskrieger und verwirrend widersprüchlicher Gottesbilder.
Der erfahrene Solist (Musikhoch-schule Köln) beschönigt nichts, er setzt seine nach wie vor grandio-sen sängerischen Mittel rückhalt-los ein. Sein Elias geht über Leichen.
Er erschreckt als Fanatiker, und er berührt, wo sein Gedanken-gefängnis zerbricht, wo er müde, mürbe und gottergeben resigniert.

Am Ende verweist das Oratorium schon auf den Messias voraus, mit einem milden, schön homogen gesungenen Quartett der Solisten. Giovanni da Suva bringt einen von Anfang an zuverlässigen Tenor ein. Claudia Darms' Mezzosopran reicht in der Tiefe nicht ganz, und er ge-winnt erst allmählich Ruhe im Ton. Eine Entdeckung ist Susanne Königs glasklare, mit erstaunlichen Reserven aufwartende Engels-stimme. Die junge Sopranistin und der Bass Phillip Langshaw sind erst kurzfristig eingesprungen.

Schön ergänzen Heike Poulsen und Maria Anna Meyer aus dem Chor die Ensembles. Und der Knabensopran Jan Turowski steht für die ganz leise Hoffnung auf die Hilfe eines Gottes, der ungeheuer zürnt, rächt und straft.
Für Schlagkraft und Farbenreich-tum sorgen ein (fast stets) prä-sentes, selbständig mitgestalten-des Sinfonieorchester und engagierte Solisten. Kantor Thomas Wegst dirigiert klar, tempo­konstant und gern zügig. Diesmal füllen etwa achtzig

Sängerinnen und Sänger den Altarraum, die Chorgemeinschaft Burscheid und die mit dem „Elias" von früher her schon vertraute Kantorei der Markuskirche, die zukünftig „Porzer Kantorei" heißt. Dieser mächtige Chor kann Klangfülle erzeugen, auch im Piano. Die großen Partien „sitzen". So entwickelt Wegst dramatische Massenszenen, stockende Klagen verängstigter Menschen, auch leise, scheue Gebete und ruhige Chorkommentare. Der packende Abend in St. Josef

hat den mächtigen Beifall ver-dient. Das großartig angelegte Oratorium, ein Auftragswerk von 1846, entlässt nachdenklich. Gerade wenn es, wie hier, so eindringlich dargestellt wird, wird auch bestürzend klar, dass die archaischen Gewalt- und Rachefantasien nicht tot sind. Das Alte Testament ist, wie Mendelssohns Komposition, Teil unseres kulturellen Erbes.

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Kölner Stadt-Anzeiger - Nr. 201 - Donnerstag, 30. August 2007

Hemdsärmelige Klänge im Eiler Gotteshaus

Sonderkonzert des Porzer Kammerorchesters
Die Musiker um Thomas Wegst bewiesen beim Konzert für den „Förderverein Musik in der Markuskirche" ihre Vielseitigkeit.

Mit einem relativ spontan geplanten kurzen Sonderkonzert in der Markuskirche bedankten sich die Musiker des Porzer Kammerorchesters bei den edlen Spendern aus den Reihen ihres Fördervereins.    BILD: KRASNIQI (KStA)VON MARIANNE KIERSPEL Eil - Fast achtzig Mitglieder hat der „Förderverein Musik in der Markuskirche". Etwa jeder zweite wirkt selbst in Chor oder Orchester mit, erklärte der Vorsitzende Hubert Semrau auf Nachfrage. Der Verein engagiert sich für die erstaunlich zahlreichen Musikgruppen und Konzerte der Gemeinde, seit Januar auch für den Erhalt der hauptamtlichen Kantorenstelle. Jetzt, beim relativ spontan geplanten kurzen Sonderkonzert für die edlen Spender, hatten kräftige Hände mitten in der Kirche Stehtische für einen Umtrunk aufgebaut und Bänke so verdreht, dass die vielen Besucher einen freien Blick zur Empore hatten. Denn dort begleitete das Porzer Kammerorchester ein Orgelkonzert von Händel. Zuerst aber war das Orchester selbst die Hauptperson, in der 1. Sinfonie des Briten William Boyce, eines Zeitgenossen des in England hoch verehrten Händel. Die etwa zehn Streicher hatten sich mit dem kaum bekannten Komponisten angefreundet, da konnte der Leiter Thomas Wegst bei moderaten Tempi ein beschwingtes Spiel und musikalisch ausgeformte Melodik verlangen. Besser noch gefiel Händels Konzert op. 4,5 für Orgel und Orchester.

Musiker hatten Spaß

Hier zeigte Wegst zwar als Solist dem Orchester nicht jeden Einsatz an, da setzten die Streicher manchmal zu früh oder zögerlich ein. Aber Händels Konzert macht auch Laien einfach Spaß, offenbar schon lange vor dem Konzert beim Üben. Das Kammerorchester bekam viel Beifall. Im letzten Viertelstündchen unterhielt Wegst allein an der Orgel. Er spielte jazzig angehauchte Stücke von Johannes M. Michel (geb.1962), darunter eine plakative Bearbeitung des Kirchenliedes „Großer Gott, wir loben dich". Manchmal tat sich die Orgel schwer mit dem Swing, zumal in den Bässen. Wegst brachte auch wieder einen originellen Favoriten mit, einen gewissen Louis James A. Lefébure-Wély (1817-1869). Der Pariser Organist und Komponist, Zeitgenosse von Jacques Offenbach, nahm für seine Orgelmusik gern Maß an Populärem, auch an Operetten und am Cancan. Wegst spielte jetzt einen eingängigen, fast hemdsärmeligen Marsch und zum Schluss eine Sortie (Musik zum Ausgang der Gottesdienstbesucher) mit allen Qualitäten eines Rausschmeißers. Das Stück machte Laune, es lockte zum Nachsingen und zum Umtrunk.

Am 21. Oktober präsentiert Wegst mit der Markuskantorei, dem Porzer Kammerorchester und Gästen Mendelssohns großes Oratorium „Elias" in St. Joseph.

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Kölnische Rundschau DONNERSTAG, 30. AUGUST 2007 NUMMER 201

Kompromiss gefunden

Förderverein „Musik in der Markuskirche" übernimmt Konzertfinanzierung

EIL. Unter dem Motto „Heiteres und Swingendes auf der Orgel und darüber hinaus" stand das Sonderkonzert des Porzer Kammerorchesters in der Markuskirche. Unter der Leitung von Kantor Thomas Wegst standen zunächst heitere klassische Stücke von William Boyce, Friedrich Kuhlau und Georg Friedrich Händel auf dem Programm. Im zweiten Teil des Konzerts stellte Kantor Wegst an der Orgel den begeisterten Zuhörern so manchen „Seitensprung" in den Unterhaltungsmusikbereich - mit Stücken von Johannes M. Michel - vor.Klassische und heitere Stücke boten das Porzer Kammerorchesters und Thomas Wegst. (Foto: Denzer, Kölnische Rundschau)

Mit dem Sonderkonzert bedankte sich der Förderverein „Musik in der Markuskirche" bei seinen Mitgliedern, die zu dieser Vorstellung freien Eintritt hatten. Die Eintrittsgelder der übrigen Gäste fließen in die Kasse des Fördervereins.

Eine positive Nachricht wusste der Vorsitzende des Vereins, Hubert Semrau, zu berichten. Die hauptamtliche Kantorenstelle von Thomas Wegst konnte im Wesentlichen erhalten bleiben. Möglich sei dies durch einen Kompromiss, der unter anderem eine fast vollständige Verschiebung der Mittel aus dem Sachkostenetat der Kirchenmusik der Evangelischen Kirchengemeinde Porz in den Personalkostenetat vorsieht. Im Gegenzug verpflichtet sich der Verein, in Zukunft nicht nur die Konzerte punktuell finanziell zu unterstützen, sondern für die komplette Konzertfinanzierung einzustehen. „Für die komplette Konzertfinanzierung sind Mittel in einer Größenordnung von knapp 4500 Euro im Jahr erforderlich." Bisher seien davon knapp 3000 Euro erwirtschaftet, sagte Semrau beim geselligen Umtrunk im Anschluss des rundherum gelungenen Konzertes. (rde)

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EKiP
Rund um die Markuskirche

Musikalischer Gottesdienst in der Markuskirche

Es hat Tradition, an der Kirche der Musik am Sonntag Kantate (lat.: Singet!) einen ganz besonderen Gottesdienst zu feiern: den Kantatengottesdienst. An diesem einen Sonntag im Jahr wurde diesmal die Kantate BWV 72 von Johann Sebastian Bach unter der Leitung unseres Porzer Kantors Thomas Wegst dargeboten. Der Text „Alles nur nach Gottes Willen" stammt von dem Weimarer Lieder- und Kantatendichter Salomon Franck (1659-1725) und erschien 1715 in seinem Kantatenjahrgang "Evangelisches Andachts-Opfer". Aus dieser Sammlung vertonte Bach mindestens 13 Kantaten, BWV 72 im Jahre 1726. Das barocke Thema reflektiert anschaulich die Gedankenwelt des Menschen des 18. Jahrhunderts; einer Zeit, in der den Menschen die Ursachen für Krankheit und Tod weitgehend verborgen waren. Sicherlich war dies auch ein Grund für die tief verwurzelte Frömmigkeit breiter Bevölkerungsschichten. Just diese alte Frömmigkeit wurde auch in der Predigt von Pfarrer Martin Garschagen angesprochen. Nicht alle Werte und Aussagen des Barocks sind heute noch ohne weiteres zu verstehen. Verstanden wird aber immer die kunstvolle Musik, und das über die Jahrhunderte hinweg.
Dem Engagement der Evangelischen Kantorei Porz, dem Porzer Kammerorchester und nicht zuletzt den hervorragenden Solisten Hyun-Jung Lim (Sopran), Beata Borchert (Alt), Garsten Siedentop (Bass) sei Dank für diesen exquisiten Hörgenuss.
„Wer Gott vertraut, fest auf ihn baut, den will er nicht verlassen." (BWV 72, Schlusssatz des Chorals)
SILKEN MEDERT

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Porz Aktuell 18. April 2007

Konzert und Oberton-Workshop

Eil – Am 21. April um 19 Uhr ist in der evangelischen Markuskirche in Eil der bekannte Obertonsänger Reinhard Schimmelpfeng aus Bremen zu Gast. In Workshop und Konzert vermittelt er die Welt des Obertongesangs.
Immer wieder faszinierend ist diese Art zu singen, die allmählich auch in unseren Breitengraden an Bekanntheit gewinnt. Die meditative Dimension von Obertonmusik besitzt eine uralte Tradition. In verschiedenen Kulturen diente sie der kontem¬plativen Versenkung und inne¬ren Erhebung gleichermaßen, so zum Beispiel in den Klanggebieten der tibetanischen Mönche, den Klangreisen der austra¬lischen Aborigines oder in den gregorianischen Gesängen des christlichen Abendlandes.
Jeder klingende Ton beinhaltet in sich einen Kosmos weiterer

Töne. Man nennt sie Obertöne. Diese werden von Obertonsängern so stark verstärkt, dass sich über einem tiefen Grundton wie von Zauberhand eine zweite Melodie erhebt.
Wer darüber hinaus nicht nur das Konzert erleben will, sondern auch selbst mit Obertönen unter professioneller Anleitung experimentieren will, der ist herzlich eingeladen, am Workshop „Obertongesang" teilzu¬nehmen. Dieser wird von dem Künstler selbst geleitet. Er findet direkt vor dem Konzert am 21. April von 14 bis 17 Uhr statt, allerdings nicht in der Markuskirche, sondern im Gemeindesaal der Lukaskirche (Mühlenstraße 2). Anmeldungen werden unter Telefon 02203/ 800277 entgegengenommen.
Die Abendkasse öffnet um 18.30 Uhr. Weitere Infos unter www.kirchenmusik-porz.de

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Nummer 16 Porz Aktuell 18. April 2007

Kirchenkonzerte gesichert

Porz - Erleichtert stellte der Kreiskantor Thomas Wegst, der auch seit sieben Jahren als Kantor an der Markuskirche wirkt, das neue Jahresprogramm „Kirchenkonzerte 2007 in der Markuskirche" vor. Zu Beginn der Planungen war es keineswegs sicher, in welcher Form die traditionellen Konzerte der Evangelischen Kirchengemeinde Porz durchgeführt werden sollten. Die Sparmaßnahmen der Landeskirche bekamen auch die Porzer zu spüren. So wurde zunächst die A-Stelle des Kirchenmusikers auf 75 Prozent reduziert, was jedoch nach langen und zähen Verhandlungen noch auf 90 Prozent verbessert werden konnte. Das bedeutete aber auch, dass alle Musikgruppen bestehen bleiben und die Proben im bisherigen Umfang weitergeführt werden.

Dieses Ergebnis konnte nur erreicht werden, weil sich Presbyterium und der Förderverein auf ein Kostenmodell einigten. So verschiebt die Gemeinde Mittel aus dem Sachkostenetat Kirchenmusik in die Personalkosten, dafür übernimmt im Gegenzug der Förderverein „Musik in der Markuskirche" die Vollfinanzierung der Konzerte. Dieser finanzielle Aufwand liegt jährlich bei rund 4.500 Euro. Dieser Betrag muss nun durch Spenden und Beiträge gesammelt werden. Wer da mithelfen möchte, kann sich beim Vorsitzenden des Fördervereins, Hubert Semrau (Telefon 02203/ 25055) melden.

Das Programm bietet wieder kirchenmusikalische Leckerbissen, wie ein Obertonkonzert mit vorgeschaltetem Workshop am 21. April oder am 6. Mai um 11 Uhr die Kantate 72, von J.S.Bach im Rahmen eines Gottesdienstes. Den Höhepunkt der Kirchenkonzerte bildet das Oratorium „Elias" von Mendelssohn-Bartholdy, für das die Pfarrkirche St. Josef in Porz den richtigen Rahmen liefert. Hier wird die Kontorei der Markuskirche durch die Chorgemeinschaft Burscheid, die ebenfalls von Thomas Wegst geleitet wird, verstärkt. Weitere Mitwirkende sind die internationale Sopranistin Ingrid Schmithüsen, Claudia Darius (Alt), Giovanni da Suva (Tenor) und Martin Krasnenko (Bass). Ergänzt wird die Konzertreihe in der Markuskirche durch Orgelkonzerte in der Johanneskirche (Westhoven) und in der Hoffnungskirche (Finkenberg).

Das komplette Programm, liegt in allen evangelischen Kirchen von Porz aus. Die Konzerte in der Markuskirche können im Abonnement erlebt werden. Abonnements gibt es in der Buchhandlung Billen .(Friedrichstraße 4-6) und im Evangelischen Gemeindebüro (Mühlenstraße 2) oder per Internet unter www.kirchenmusik-porz.de

(km)

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Kölnische Rundschau vom 21.12.2006

Laien mit hohem Anspruch

Porzer Kammerorchester begeistert seit 30 Jahren

von RENÉ DENZER

Weihnachtskonzert 2006: Beethovens Messe in C-Dur    Foto: Roland Schriefer

PORZ. Vor 30 Jahren suchte Wolfgang Pfannkuchen (heutiger Nachname Badun), der Organist der Matthäuskirche in Gremberghoven, Musiker für ein eigenes Ensemble. So wollte er mehr praktische Erfahrung in der Leitung eines Orchesters sammeln.

"Mein Mann und ich hatten damals den Aushang gesehen, und seit dem sind wir dabei", erinnerte sich Esther Fittko. Zwar wechselte im Laufe der Jahre des öfteren die Leitung des Kammerorchesters, aber das Laienensemble hat bis heute Bestand, und über all die Jahre sind Esther und Wilfried Fittko an Cello und Kontrabass ein Teil davon. Die starke Bindung zum Orchester bestehe einerseits aus persönlichen Kontakten und Freundschaften, andererseits "wird man im kirchlichen Rahmen nirgendwo sonst auf einem solch hohen Niveau musikalisch gefordert", begründete die mittlerweile mit ihrem Mann in Hennef lebende Musikerin ihre Treue zum Orchester.

Ein besonderer Moment, so erzählt die Cellistin, sei in all den Jahren die gemeinsame Fahrt nach Florenz im Jahre 1986 gewesen, wo man in verschiedenen Kirchen gespielt habe. Aber auch die großen Konzerte in Zusammenarbeit mit der Kantorei in heimischen Gefilden seien überaus prägend. "Wir sind eins der wenigen Laienorchester, das auf einem so hohen Niveau spielen kann", sagte Thomas Wegst, Kantor der Markuskirche, überzeugt und fügte hinzu: "Wir müssen uns in Köln nicht verstecken." Wegst hatte im Jahr 2001 die Nachfolge von Ulrich Cyganek angetreten, der nach dem Weggang von Paul Nancekievill seit 1986 das Orchester geleitet hatte.

Fester Stamm aus zehn bis 15 Musikern

Positiv sieht der jetzige Leiter Wegst, dass der feste Stamm des reinen Streicherensembles über die Jahre hinweg immer bei zehn bis 15 Musikern lag. "So kommt man in keine Sachzwänge, wenn man für ein Werk eigentlich eine Oboenstimme benötigt, im Orchester aber nur eine Querflöte zur Verfügung steht", erklärte der studierte Kirchenmusiker. So besteht der Stamm des Orchesters weiterhin aus Streichern, und für Konzerte werden die jeweils benötigten Instrumente durch Gastmusiker ergänzt.

Wie auch beim diesjährigen Weihnachtskonzert in der Markuskirche. Verstärkt durch die Kantorei der Markuskirche, die Chorgemeinschaft Burscheid, die Gesangssolisten Irene Kurka (Sopran), Sophia Bart (Alt), Peter König (Tenor) und Achim Hoffmann (Bass) sowie die Klaviersolistin Iris von Zahn begeisterte das Kammerorchester die vollbesetzte Kirche mit Ludwig van Beethovens Messe in C-Dur und dem Klavierkonzert d-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart sowie der Zugabe "Tochter Zion". Mit minutenlangem Applaus bedankten sich die Gäste für ein außergewöhnliches Konzert.

Weihnachtskonzert 2006: Das Porzer Kammerorchester mit Mozarts Klavierkonzert d-moll KV 466 und der Solistin Iris von Zahn     Foto: Roland Schriefer

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KStA, 21. Dezember 2006

Die Leidenschaft des Amadeus

Kammerorchester musizierte mit Gästen in der Markuskirche

Virtuos, schwungvoll und mit viel Gefühl interpretierte Iris von Zahn Mozarts Klavierkonzert in d-moll.

VON ROLAND SCHRIEFER

Eil - Zum Jubiläum des Porzer Kammerorchesters bot der Förderverein Musik in der Markuskirche einen besonderen Musik-Genuss: Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert in d-moll, KV 466, und Ludwig van Beethovens Messe in C-Dur, opus 86. Unter der Leitung von Kantor Thomas Wegst spielten und sangen das Porzer Kammerorchester, die Kantorei der Markuskirche, die Chorgemeinschaft Burscheid und die Solisten Iris von Zahn, Klavier, Irene Kurka, Sopran, Sophia Bart, Alt, Thomas Körner, Tenor und Achim Hoffmann, Bass.

Irene Kurka (Sopran), Sophia Bart (Alt), das Porzer Kammerorchester und die Kantorei der Markuskirche beim Weihnachtskonzert 2006   Foto: Roland SchrieferDas Porzer Kammerorchester besteht nunmehr seit 30 Jahren. 1976 hatte der damalige Organist an der Matthäuskirche in Gremberghoven, Wolfgang Pfannkuchen, ein erstes, noch dünn besetztes Ensemble aus der Taufe gehoben, das zunächst bei Konzerten in der Kirchengemeinde auftrat. Zwei Jahre später übernahm Paul Nancekievill, der neue Kantor an der Eiler Markuskirche, die Leitung des Orchesters und intensivierte die Zusammenarbeit mit der Kantorei der Markuskirche. Fast zehn Jahre lang führte er das Kammerorchester und etablierte es im Musikleben der Evangelischen Kirchengemeinde Porz. Immer wieder unternahmen die Musiker zudem Konzertreisen durch Frankreich. 1986 übernahm Ulrich Cyganek, der unter anderem das internationale Wirken des Ensembles, durch Auftritte beispielsweise in Italien, weiter intensivierte. 2001 folgte auf Cyganek der jetzige Kantor der Gemeinde, Thomas Wegst. Er übernahm die Stelle in finanziell schwierigen Zeiten. Es drohte die Kürzung seiner Stelle auf 75 Prozent. Jetzt wurde beschlossen, sie ab Januar 2007 mit immerhin 90 Prozent des bisherigen Dienstumfangs weiter zu führen.

Das von ihm geleitete Weihnachtskonzert bestach vor allem im ersten Teil. Iris von Zahn entlockte dem Klavierkonzert in d-moll mit forschem Anschlag, aber fein in der dynamischen Abstufung, die leidenschaftliche Intensität und Ausdrucksvielfalt von Mozarts Werk. Der zweite Teil des Konzertes war Beethovens Messe in C-Dur gewidmet, die er 1807 komponiert hatte. Dieses Stück Musik war zunächst abgelehnt worden, wohl weil es rigoros die Konventionen verleugnete. Beim Weihnachtskonzert vermochten die Solisten dem schlichten, lyrischen Bittgesang den passenden Ausdruck zu verleihen. Kleine Unsicherheiten des Orchesters hier und da wurden gleich wieder durch die enorme Spielfreude wettgemacht.

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