| 13. März 2008 | Facettenreiches Repertoire Konzert der Porzer Kantorei und des Kammerorchesters |
| 25. Oktober 2007 |
Ein
packender Abend in St. Josef.
Kirchenmusiker führten Mendelssohn-Bartholdys Oratorium „Elias" auf |
| 26. August 2007 | Hemdsärmelige Klänge im Eiler Gotteshaus. Sonderkonzert des Porzer Kammerorchesters |
| 26. August 2007 | Kompromiss gefunden Förderverein „Musik in der Markuskirche" übernimmt Konzertfinanzierung |
| 06. Mai 2007 | Musikalischer Gottesdienst in der Markuskirche: Kantate BWV 72 |
| 18. April 2007 | Konzert und Oberton-Workshop |
| 18. April 2007 | Kirchenkonzerte gesichert |
| 21. Dezember 2006 | Laien mit hohem Anspruch Porzer Kammerorchester begeistert seit 30 Jahren |
| 21. Dezember 2006 | Die Leidenschaft des Amadeus Kammerorchester musizierte mit Gästen in der Markuskirche |
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Facettenreiches Repertoire |
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Konzert der Porzer Kantorei und des Kammerorchesters |
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EIL. Mit einem
Höhepunkt hat die Konzertreihe der evangeli-schen Markuskirche in diesem
Jahr begonnen: Ein weiterer Gast war Ute Blaumer an
der Harfe.
Das hohe goldene Instrument ragte aus dem Orchester hinaus genauso wie ihre
Soli. Das Laienorchester stand ihrer Leistung jedoch nicht nach und
überzeugte durch die Intensität der Töne. Genauso wie die Kantorei, bei der
man die Freude an der Musik in ihrem Gesang hören konnte. |
Eine eindrucksvolle Vorstellung gab es für Musikliebhaber in der Markuskirche. (Foto: Windisch) |
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zog die Blicke auf sich und führte souverän durch den Abend. Die glasklare
Stimme von Giovanni da Silva kam besonders
im Duett mit dem facettenreichen Repertoire von Ingrid Schmithüsen zur
Geltung. |
eine Interpretation, mit der er die Zuhörer in seinen Bann zog. Solche
Konzerte sind möglich |
Bass. Zu seinem Bedauern musste er allerdings nach all den Proben für diesen Abend wegen einer Erkältung ausfallen, doch der Hörgenuss hat das sicher wettgemacht. |
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Kölner Stadt-Anzeiger - Nr. 248 - Donnerstag, 25. Oktober 2007 |
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Ein packender Abend in St. Josef |
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Kirchenmusiker führten Mendelssohn-Bartholdys Oratorium „Elias" auf |
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Die Kantorei der Markuskirche
und viele Mitstreiter
konfrontierten mit dramatischen
Szenen nach dem Alten
Testament. |
Rund 80 Chorsänger, ein
Sinfonieorchester und Solisten begeisterten beim Konzert in der Pfarrkirche
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Porz - Ein Fluch eröffnet Felix
Mendelssohns Oratorium „Elias".
Mit
Macht schleudert Phillip Langshaw
die Worte in die voll besetzte Kirche
St. Josef. Sofort ist das Alte Testament
(Könige l und 2) präsent. |
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Am Ende verweist das Oratorium schon auf den Messias voraus, mit einem milden, schön homogen gesungenen Quartett der Solisten. Giovanni da Suva bringt einen von Anfang an zuverlässigen Tenor ein. Claudia Darms' Mezzosopran reicht in der Tiefe nicht ganz, und er ge-winnt erst allmählich Ruhe im Ton. Eine Entdeckung ist Susanne Königs glasklare, mit erstaunlichen Reserven aufwartende Engels-stimme. Die junge Sopranistin und der Bass Phillip Langshaw sind erst kurzfristig eingesprungen. |
Schön ergänzen Heike
Poulsen und Maria Anna Meyer aus
dem Chor die Ensembles. Und der Knabensopran Jan Turowski steht für die ganz
leise Hoffnung auf die Hilfe eines Gottes, der ungeheuer zürnt, rächt und
straft. |
Sängerinnen und Sänger den Altarraum, die Chorgemeinschaft Burscheid und die mit dem „Elias" von früher her schon vertraute Kantorei der Markuskirche, die zukünftig „Porzer Kantorei" heißt. Dieser mächtige Chor kann Klangfülle erzeugen, auch im Piano. Die großen Partien „sitzen". So entwickelt Wegst dramatische Massenszenen, stockende Klagen verängstigter Menschen, auch leise, scheue Gebete und ruhige Chorkommentare. Der packende Abend in St. Josef |
hat den mächtigen Beifall ver-dient. Das großartig angelegte Oratorium, ein Auftragswerk von 1846, entlässt nachdenklich. Gerade wenn es, wie hier, so eindringlich dargestellt wird, wird auch bestürzend klar, dass die archaischen Gewalt- und Rachefantasien nicht tot sind. Das Alte Testament ist, wie Mendelssohns Komposition, Teil unseres kulturellen Erbes. |
Kölner Stadt-Anzeiger - Nr. 201 - Donnerstag, 30. August 2007
Hemdsärmelige Klänge im Eiler Gotteshaus
Sonderkonzert des Porzer Kammerorchesters
Die Musiker um Thomas
Wegst bewiesen
beim Konzert für den „Förderverein
Musik in der Markuskirche"
ihre Vielseitigkeit.
VON
MARIANNE KIERSPEL
Eil - Fast achtzig Mitglieder hat der
„Förderverein Musik in der Markuskirche".
Etwa jeder zweite wirkt selbst in Chor oder Orchester mit, erklärte der
Vorsitzende Hubert Semrau auf Nachfrage. Der Verein engagiert sich für die
erstaunlich zahlreichen Musikgruppen und
Konzerte der Gemeinde, seit Januar
auch für den Erhalt der hauptamtlichen Kantorenstelle. Jetzt, beim relativ
spontan geplanten kurzen Sonderkonzert für die edlen Spender, hatten
kräftige Hände mitten in der Kirche Stehtische für einen Umtrunk aufgebaut und
Bänke so verdreht, dass die vielen Besucher einen
freien Blick zur Empore hatten. Denn dort begleitete das Porzer
Kammerorchester ein Orgelkon
Musiker hatten Spaß
Hier zeigte Wegst zwar als Solist dem Orchester nicht jeden Einsatz an, da setzten die Streicher manchmal zu früh oder zögerlich ein. Aber Händels Konzert macht auch Laien einfach Spaß, offenbar schon lange vor dem Konzert beim Üben. Das Kammerorchester bekam viel Beifall. Im letzten Viertelstündchen unterhielt Wegst allein an der Orgel. Er spielte jazzig angehauchte Stücke von Johannes M. Michel (geb.1962), darunter eine plakative Bearbeitung des Kirchenliedes „Großer Gott, wir loben dich". Manchmal tat sich die Orgel schwer mit dem Swing, zumal in den Bässen. Wegst brachte auch wieder einen originellen Favoriten mit, einen gewissen Louis James A. Lefébure-Wély (1817-1869). Der Pariser Organist und Komponist, Zeitgenosse von Jacques Offenbach, nahm für seine Orgelmusik gern Maß an Populärem, auch an Operetten und am Cancan. Wegst spielte jetzt einen eingängigen, fast hemdsärmeligen Marsch und zum Schluss eine Sortie (Musik zum Ausgang der Gottesdienstbesucher) mit allen Qualitäten eines Rausschmeißers. Das Stück machte Laune, es lockte zum Nachsingen und zum Umtrunk.
Am 21. Oktober präsentiert Wegst mit der Markuskantorei, dem Porzer Kammerorchester und Gästen Mendelssohns großes Oratorium „Elias" in St. Joseph.
Kölnische
Rundschau
DONNERSTAG,
30. AUGUST 2007 NUMMER 201
Kompromiss gefunden
Förderverein „Musik in der Markuskirche" übernimmt Konzertfinanzierung
EIL.
Unter dem Motto „Heiteres und Swingendes auf der Orgel und darüber hinaus" stand das Sonderkonzert des Porzer Kammerorchesters in der Markuskirche. Unter der Leitung von Kantor Thomas Wegst standen zunächst heitere klassische Stücke von William Boyce, Friedrich Kuhlau und Georg Friedrich Händel auf dem Programm. Im zweiten Teil des Konzerts stellte Kantor Wegst an der Orgel den begeisterten Zuhörern so manchen „Seitensprung" in den Unterhaltungsmusikbereich - mit Stücken von Johannes M. Michel - vor.
Mit dem Sonderkonzert bedankte sich der Förderverein „Musik in der Markuskirche" bei seinen Mitgliedern, die zu dieser Vorstellung freien Eintritt hatten. Die Eintrittsgelder der übrigen Gäste fließen in die Kasse des Fördervereins.
Eine positive Nachricht wusste der Vorsitzende des Vereins, Hubert Semrau, zu berichten. Die hauptamtliche Kantorenstelle von Thomas Wegst konnte im Wesentlichen erhalten bleiben. Möglich sei dies durch einen Kompromiss, der unter anderem eine fast vollständige Verschiebung der Mittel aus dem Sachkostenetat der Kirchenmusik der Evangelischen Kirchengemeinde Porz in den Personalkostenetat vorsieht. Im Gegenzug verpflichtet sich der Verein, in Zukunft nicht nur die Konzerte punktuell finanziell zu unterstützen, sondern für die komplette Konzertfinanzierung einzustehen. „Für die komplette Konzertfinanzierung sind Mittel in einer Größenordnung von knapp 4500 Euro im Jahr erforderlich." Bisher seien davon knapp 3000 Euro erwirtschaftet, sagte Semrau beim geselligen Umtrunk im Anschluss des rundherum gelungenen Konzertes. (rde)
EKiP
Rund um die Markuskirche
Es
hat Tradition, an der Kirche der Musik am Sonntag Kantate (lat.: Singet!) einen
ganz besonderen Gottesdienst zu feiern: den Kantatengottesdienst. An diesem
einen Sonntag im Jahr wurde diesmal die Kantate BWV 72 von Johann Sebastian Bach
unter der Leitung unseres Porzer Kantors Thomas Wegst dargeboten. Der Text
„Alles nur nach Gottes Willen" stammt von dem Weimarer Lieder- und
Kantatendichter Salomon Franck (1659-1725) und erschien 1715 in seinem
Kantatenjahrgang "Evangelisches Andachts-Opfer". Aus dieser Sammlung vertonte
Bach mindestens 13 Kantaten, BWV 72 im Jahre 1726. Das barocke Thema reflektiert
anschaulich die Gedankenwelt des Menschen des 18. Jahrhunderts; einer Zeit, in
der den Menschen die Ursachen für Krankheit und Tod weitgehend verborgen waren.
Sicherlich war dies auch ein Grund für die tief verwurzelte Frömmigkeit breiter
Bevölkerungsschichten. Just diese alte Frömmigkeit wurde auch in der Predigt von
Pfarrer Martin Garschagen angesprochen. Nicht alle Werte und Aussagen des
Barocks sind heute noch ohne weiteres zu verstehen. Verstanden wird aber immer
die kunstvolle Musik, und das über die Jahrhunderte hinweg.Porz Aktuell 18. April 2007
Nummer 16
Porz Aktuell 18. April 2007Kirchenkonzerte gesichert
Porz
- Erleichtert stellte der Kreiskantor Thomas Wegst, der auch seit sieben Jahren als Kantor an der Markuskirche wirkt, das neue Jahresprogramm „Kirchenkonzerte 2007 in der Markuskirche" vor. Zu Beginn der Planungen war es keineswegs sicher, in welcher Form die traditionellen Konzerte der Evangelischen Kirchengemeinde Porz durchgeführt werden sollten. Die Sparmaßnahmen der Landeskirche bekamen auch die Porzer zu spüren. So wurde zunächst die A-Stelle des Kirchenmusikers auf 75 Prozent reduziert, was jedoch nach langen und zähen Verhandlungen noch auf 90 Prozent verbessert werden konnte. Das bedeutete aber auch, dass alle Musikgruppen bestehen bleiben und die Proben im bisherigen Umfang weitergeführt werden.Dieses Ergebnis konnte nur erreicht werden, weil sich Presbyterium und der Förderverein auf ein Kostenmodell einigten. So verschiebt die Gemeinde Mittel aus dem Sachkostenetat Kirchenmusik in die Personalkosten, dafür übernimmt im Gegenzug der Förderverein „Musik in der Markuskirche" die Vollfinanzierung der Konzerte. Dieser finanzielle Aufwand liegt jährlich bei rund 4.500 Euro. Dieser Betrag muss nun durch Spenden und Beiträge gesammelt werden. Wer da mithelfen möchte, kann sich beim Vorsitzenden des Fördervereins, Hubert Semrau (Telefon 02203/ 25055) melden.
Das Programm bietet wieder kirchenmusikalische Leckerbissen, wie ein Obertonkonzert mit vorgeschaltetem Workshop am 21. April oder am 6. Mai um 11 Uhr die Kantate 72, von J.S.Bach im Rahmen eines Gottesdienstes. Den Höhepunkt der Kirchenkonzerte bildet das Oratorium „Elias" von Mendelssohn-Bartholdy, für das die Pfarrkirche St. Josef in Porz den richtigen Rahmen liefert. Hier wird die Kontorei der Markuskirche durch die Chorgemeinschaft Burscheid, die ebenfalls von Thomas Wegst geleitet wird, verstärkt. Weitere Mitwirkende sind die internationale Sopranistin Ingrid Schmithüsen, Claudia Darius (Alt), Giovanni da Suva (Tenor) und Martin Krasnenko (Bass). Ergänzt wird die Konzertreihe in der Markuskirche durch Orgelkonzerte in der Johanneskirche (Westhoven) und in der Hoffnungskirche (Finkenberg).
Das komplette Programm, liegt in allen evangelischen Kirchen von Porz aus. Die Konzerte in der Markuskirche können im Abonnement erlebt werden. Abonnements gibt es in der Buchhandlung Billen .(Friedrichstraße 4-6) und im Evangelischen Gemeindebüro (Mühlenstraße 2) oder per Internet unter
www.kirchenmusik-porz.de(km)
Kölnische Rundschau vom 21.12.2006
Laien mit hohem Anspruch
Porzer Kammerorchester begeistert seit 30 Jahren
von RENÉ DENZER

PORZ. Vor 30 Jahren suchte Wolfgang Pfannkuchen (heutiger Nachname Badun), der Organist der Matthäuskirche in Gremberghoven, Musiker für ein eigenes Ensemble. So wollte er mehr praktische Erfahrung in der Leitung eines Orchesters sammeln.
"Mein Mann und ich hatten damals den Aushang gesehen, und seit dem sind wir dabei", erinnerte sich Esther Fittko. Zwar wechselte im Laufe der Jahre des öfteren die Leitung des Kammerorchesters, aber das Laienensemble hat bis heute Bestand, und über all die Jahre sind Esther und Wilfried Fittko an Cello und Kontrabass ein Teil davon. Die starke Bindung zum Orchester bestehe einerseits aus persönlichen Kontakten und Freundschaften, andererseits "wird man im kirchlichen Rahmen nirgendwo sonst auf einem solch hohen Niveau musikalisch gefordert", begründete die mittlerweile mit ihrem Mann in Hennef lebende Musikerin ihre Treue zum Orchester.
Ein
besonderer Moment, so erzählt die Cellistin, sei in all den Jahren die
gemeinsame Fahrt nach Florenz im Jahre 1986 gewesen, wo man in verschiedenen
Kirchen gespielt habe. Aber auch die großen Konzerte in Zusammenarbeit mit der
Kantorei in heimischen Gefilden seien überaus prägend. "Wir sind eins der
wenigen Laienorchester, das auf einem so hohen Niveau spielen kann", sagte
Thomas Wegst, Kantor der Markuskirche, überzeugt und fügte hinzu: "Wir müssen
uns in Köln nicht verstecken." Wegst hatte im Jahr 2001 die Nachfolge von Ulrich
Cyganek angetreten, der nach dem Weggang von Paul Nancekievill seit 1986 das
Orchester geleitet hatte.
Fester Stamm aus zehn bis 15 Musikern
Positiv sieht der jetzige Leiter Wegst, dass der feste Stamm des reinen Streicherensembles über die Jahre hinweg immer bei zehn bis 15 Musikern lag. "So kommt man in keine Sachzwänge, wenn man für ein Werk eigentlich eine Oboenstimme benötigt, im Orchester aber nur eine Querflöte zur Verfügung steht", erklärte der studierte Kirchenmusiker. So besteht der Stamm des Orchesters weiterhin aus Streichern, und für Konzerte werden die jeweils benötigten Instrumente durch Gastmusiker ergänzt.
Wie auch beim diesjährigen Weihnachtskonzert in der Markuskirche. Verstärkt durch die Kantorei der Markuskirche, die Chorgemeinschaft Burscheid, die Gesangssolisten Irene Kurka (Sopran), Sophia Bart (Alt), Peter König (Tenor) und Achim Hoffmann (Bass) sowie die Klaviersolistin Iris von Zahn begeisterte das Kammerorchester die vollbesetzte Kirche mit Ludwig van Beethovens Messe in C-Dur und dem Klavierkonzert d-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart sowie der Zugabe "Tochter Zion". Mit minutenlangem Applaus bedankten sich die Gäste für ein außergewöhnliches Konzert.

Virtuos, schwungvoll und mit viel Gefühl interpretierte Iris von Zahn Mozarts Klavierkonzert in d-moll.
VON ROLAND SCHRIEFER
Eil - Zum Jubiläum des Porzer Kammerorchesters bot der Förderverein Musik in der Markuskirche einen besonderen Musik-Genuss: Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert in d-moll, KV 466, und Ludwig van Beethovens Messe in C-Dur, opus 86. Unter der Leitung von Kantor Thomas Wegst spielten und sangen das Porzer Kammerorchester, die Kantorei der Markuskirche, die Chorgemeinschaft Burscheid und die Solisten Iris von Zahn, Klavier, Irene Kurka, Sopran, Sophia Bart, Alt, Thomas Körner, Tenor und Achim Hoffmann, Bass.
Das
Porzer Kammerorchester besteht nunmehr seit 30 Jahren. 1976 hatte der damalige
Organist an der Matthäuskirche in Gremberghoven, Wolfgang Pfannkuchen, ein
erstes, noch dünn besetztes Ensemble aus der Taufe gehoben, das zunächst bei
Konzerten in der Kirchengemeinde auftrat. Zwei Jahre später übernahm Paul
Nancekievill, der neue Kantor an der Eiler Markuskirche, die Leitung des
Orchesters und intensivierte die Zusammenarbeit mit der Kantorei der
Markuskirche. Fast zehn Jahre lang führte er das Kammerorchester und etablierte
es im Musikleben der Evangelischen Kirchengemeinde Porz. Immer wieder
unternahmen die Musiker zudem Konzertreisen durch Frankreich. 1986 übernahm
Ulrich Cyganek, der unter anderem das internationale Wirken des Ensembles, durch
Auftritte beispielsweise in Italien, weiter intensivierte. 2001 folgte auf
Cyganek der jetzige Kantor der Gemeinde, Thomas Wegst. Er übernahm die Stelle in
finanziell schwierigen Zeiten. Es drohte die Kürzung seiner Stelle auf 75
Prozent. Jetzt wurde beschlossen, sie ab Januar 2007 mit immerhin 90 Prozent des
bisherigen Dienstumfangs weiter zu führen.
Das von ihm geleitete Weihnachtskonzert bestach vor allem im ersten Teil. Iris von Zahn entlockte dem Klavierkonzert in d-moll mit forschem Anschlag, aber fein in der dynamischen Abstufung, die leidenschaftliche Intensität und Ausdrucksvielfalt von Mozarts Werk. Der zweite Teil des Konzertes war Beethovens Messe in C-Dur gewidmet, die er 1807 komponiert hatte. Dieses Stück Musik war zunächst abgelehnt worden, wohl weil es rigoros die Konventionen verleugnete. Beim Weihnachtskonzert vermochten die Solisten dem schlichten, lyrischen Bittgesang den passenden Ausdruck zu verleihen. Kleine Unsicherheiten des Orchesters hier und da wurden gleich wieder durch die enorme Spielfreude wettgemacht.