Auf dieser Seite finden Sie Kritiken unserer Konzerte sowie weiteres Wissenswertes über unsere Aktivitäten

Datum

Zur Homepage des Fördervereins  Musik in der Markuskirche(Presse-)Berichte (Auswahl)
01. Dez. 2011 Mit Experimentierfreude und Pioniergeist
C
höre der Markuskirche, Solisten und Orchester beeindrucken mit Oratorium von alttestamentarischer Wucht
01. Dez. 2011 Höhepunkt in der Geschichte der Gemeinde
140 Mitwirkende führten in der Markuskirche Arthur Honeggers König David" auf
16. Juni 2011 Biblische Plagen bereiten Vergnügen Zündorfer Kinderchor zeigte Auszug aus Ägypten
27. März 2011 Musikalischer Frühlings-Spaziergang (in Ratingen)
26. März 2011 Harmonisches Zusammenspiel Porzer Kammerorchester und „Collegium musicum" traten gemeinsam auf
05. Feb. 2011 Wenn die Orgel gequält „Aua!" ruft - mit Führungen das Instrument stärker ins Bewusstsein rücken

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Kölner Stadtanzeiger 1. Dezember 2011

Mit Experimentierfreude und Pioniergeist

Konzert Chöre der Markuskirche, Solisten und Orchester beeindrucken mit Oratorium von alttestamentarischer Wucht

VON MARIANNE KIERSPEL

Eil. Arthur Honeggers Sinfonischer Psalm „König David" von 1923 zählt zu den Solitären der experimentierfreudigen Zwanziger Jahre. Man kann das Werk sogar in der Musikstadt Köln selten hören. Entsprechend war jetzt die große Markuskirche rappelvoll besetzt.
Vor Jahren wagten sich Musikstudenten an die harmonisch schwierige und teils grelle (bitonale) Klangsprache. Sie wirkt immer noch neu, spontan, unverbraucht, vielleicht auch fremd. Sie verlangt jedenfalls viel Pioniergeist, zumal von dem großen Chor. Da präsentierten sich Porzer Kantorei plus Jazz- und Gospelchor in ganz neuem Licht, auch als Mitspieler.
Zuerst nämlich hatte Honegger, der junge Schweizer in Paris, seine bildkräftigen und bläserbetonten Impressionen für René Morax' Bibeldrama „Le Roi David" komponiert. Diesen Zweck als Bühnenmusik verrät auch noch die Zweitfassung als Oratorium mit Sprecher (packend: Henner Leyhe) und vollem Sinfonieorchester.
Thomas Wegst leitete die große Besetzung mit Sinn für Honeggers spezielle Dramatik und seine raschen Stimmungswechsel. Das Stück nach dem Alten Testament (1. und 2. Buch Samuel, Psalmen) erzählt von dem musisch begabten Hirten David, der König und Kriegsherr wird, von einem Leben zwischen Sieg und Schuld, mit viel Tod, Mord und Ehebruch. Die Wucht der alttestamentlichen Sprache findet eine Entsprechung in Honnegers kontrastreicher Musik. Die Porzer boten eine Palette vom klobigen Marsch bis zum leisen Hilferuf im Psalm (Tenor: Ulrich Cordes), von dröhnendem
Triumph bis zu anrührenden Totenklagen. Unheimlich geriet die Hexenszene (Mezzosopran: Christina Baader). Und zum Glanzstück wurde der Tanz vor der Bundeslade, ein Massenfest mit Männer-, Frauenchor und einem Engelssopran (Anna Herbst), der das riesige Volksfest klar und hell überstrahlte. Hinzu kamen schön konturierte Instrumentalsoli und melodramatische Passagen mit dem Erzähler. Für diese Szene verlangt Honegger gewaltige Steigerungswellen. Wegst legte sie ökonomisch an. So konnten Chor, Solisten und Orchester immer neu mitreißen. Schwierig blieb die Klangbalance zwischen geballter Orchestermacht und Singstimmen, doch konnte Wegst auch dieser Herausforderung klug begegnen. Das Konzert, Stückwahl und Ausführung, dürfte den spendablen Förderverein "Kirchenmusik in Porz" ebenso beeindruckt haben wie das große Publikum. Mächtiger Beifall.
Am 11. Dezember leitet Thomas Wegst ein Adventsliedersingen. Und am 18. Dezember gibt der Trompeter Peter Scheerer mit Johannes Quack (Orgel, Komposition) ein vorweihnachtliches Festkonzert.

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Kölnische Rundschau 1. Dezember 2011

Höhepunkt in der Geschichte der Gemeinde

140 Mitwirkende führten in der Markuskirche Arthur Honeggers König David" auf
Von DIETER BRÜHL
EIL. Mit der Aufführung des „König David" von Arthur Honegger (1892-1955) in der evangelischen Markuskirche in Eil erlebten die Besucher am ersten Advent das größte Konzert in der Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Porz. Und die besteht immer hin schon seit 102 Jahren. Das Oratorium des französisch-schweizerischen Komponisten wurde von insgesamt 140 Mitwirkenden zur Aufführung gebracht.
Der Leiter der Porzer Kantorei, Thomas Wegst, hatte dazu neben den 50 Chormitgliedern der Kantorei noch die 35 Sängerinnen und Sänger des von ihm geleiteten Jazz- und Gospelchores „keep on singing" aus Porz sowie ein großes Sinfonieorchester auf der Bühne versammelt. Als Solisten wirkten mit: Anna Herbst (Sopran), Christina Baader (Alt), Ulrich Cordes (Tenor) und Henner Leyhe (Sprecher).
Wegst dirigierte in der Markuskirche den symphonischen Psalm in drei Teilen vor etwa 500 Besuchern, die an dem Abend gekommen waren, um sich in den Bann dieses gleichermaßen stimmungsvollen wie ausdrucksstarken Werkes ziehen zu lassen. Es behandelt das Leben der biblischen Gestalt des Königs David wie es in den Schriften des Alten Testaments überliefert ist: Eine Geschichte des Aufstiegs vom Hirtenjungen zum großen Herrscher.
Als thematische Vorlage für sein erstes großes Meisterwerk nutzte Honegger das biblische Drama „Le Roi David" des französischen Schriftstellers und Dramaturgen René Morax von 1921. In dessen Auftrag komponierte Honegger die Partitur in nur knapp zwei Monaten. Das Stück wurde
1921 in einer ersten Bühnenfassung im schweizerischen Mezières uraufgeführt und zwei Jahre später in einer zweiten Fassung für den Konzertsaal erweitert. Der „König David" als großes Opus der Moderne war von Anfang an ein außerordentlicher Erfolg. „Es ist gekennzeichnet durch seine absolute Ursprünglichkeit und seine emotionalen wie musikalischen Wechsel zwischen lyrisch-melodiösen Passagen und kraftvollen tongewaltigen Partien", sagte Thomas Wegst, Leiter der Kantorei Porz.
Chor, Orchester und Solisten bildeten bei dem Konzert in der Markuskirche eine absolute klangliche Einheit. Der häufige, fast dialektische Umschwung der Musik vom Pathetischen oder Grellen ins Sinnliche macht den Reiz der Musik aus.
Der in deutscher Sprache singende Chor beherrschte vorzüglich die geforderten Farben- und Ausdruckswechsel vom Lyrischen zum Dramatischen. Mit viel Beifall und stehenden Ovationen goutierte das Publikum die 75-minütige homogene Vorstellung von Chor und Orchester. Ideal besetzt zeigten sich auch die Solopartien. Überzeugend der ebenmäßige Sopran von Anna Herbst, die in ihren Solopartien zu glänzen wusste. Bemerkenswert ausdrucksstark auch die Altistin Christina Baader, die vor allem in ihren Soli „Beschwörung der Hexe von Endor" und „Gesang der Dienerin" brillierte. Auch Tenor Ulrich Cordes, gerade von einer Konzertreise aus New York zurück, gestaltete seine Solopartien daneben mitreißend leidenschaftlich. Mit bemerkenswert klarer Diktion agierte Tenor Henner Leyhe als Erzähler.
Der Pfarrer Andreas Daniels, sprach von einem Höhepunkt im Gemeindeleben sowohl für das Publikum als auch für diejenigen, die im Chor mitwirkten. „Das Konzert ist letzten Endes auch ein Stück Verkündigung und hat eine gewisse Strahlkraft und einen hohen Stellenwert für die Gemeinde", so Daniels. Auch Kantor Thomas Wegst zeigte sich nach der Aufführung erleichtert: „Es ist besonders stimulierend, wenn ein Konzert so gut gelingt wie heute. Das ist ein toller Erfolg für alle, die mitgemacht haben", sagte Wegst.
Es war in der Tat ein Hörgenuss, der den Zuhörern einen musikalischen und theologischen Weg zum König David eröffnete
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39 PORZ

 

Donnerstag, 16. Juni 2011 Kölner Stadt-Anzeiger

Biblische Plagen bereiten Vergnügen

KINDERMUSICAL

Nachwuchs zeigte Auszug aus Ägypten

Zündorf. Der alttestamentarische Bericht über die Befreiung der Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei ist eigentlich schwerer Stoff für Kinder. Doch wie die kleinen Sänger des Zündorfer Kinderchors bewiesen, kann die Geschichte auch kindgerecht vermittelt werden. So führten die Kinder des Chors nun unter der Leitung von Kantor Thomas Wegst das Bibel-Musical „Israel in Ägypten" von Thomas Riegler in der voll besetzten evangelischen Pauluskirche auf.

Mose, gespielt von Ada Thain (Mitte) tritt vor den unnachgiebigen Pharao (Jule Lippert, links)        BILD:CARSTENS (KStA)

Ein dreiviertel Jahr hatten die 28 Kinder das Stück eingeübt, um die Geschichte von dem unnachgiebigen Pharao (Jule Lippert) und Mose (Ada Thein), der den jüdischen Sklaven zur Freiheit verhilft, aufzuführen. Unbefangen und selbstsicher traten die Kinder auf den Altar und sangen mit Freude einstudierte Lieder wie etwa „Wir sagen nein zur Sklaverei!". Ein paar von ihnen hatten sogar den Mut, alleine vor dem Publikum zu singen. Viel Mühe hatten sich die Eltern zudem bei den liebevoll gestalteten Kostümen gegeben. So verbreiteten die Plagen weniger Leid, sondern vielmehr Vergnügen bei den Besuchern, die mit Spaß den niedlichen Fröschen beim Hüpfen und den Heuschrecken und Mücken beim Fliegen zusahen. Diese wurden von Schülern der Grundschule Schmittgasse gespielt, die mit dem Kinderchor kooperiert, (nc)

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DIENSTAG 29. MÄRZ 2011

    RHEINISCHE POST

Musikalischer Frühlings-Spaziergang

VON GISELA SCHÖTTLER
RATINGEN 
Zu einem unbeschwerten Spaziergang durch sinfonische Musikwelten lud das Collegium Musicum seine Zuhörer im Stadttheater am ersten Früh-lingssonntag ein. Den opulenten Rahmen bildeten zwei Werke in der Tradition der Wiener Klassik, in die eine Tondichtung aus dem frühen 20. Jahrhundert und ein virtuoses Cellostück, die Rokoko-Variationen von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, gebettet waren. Schon allein dafür hätte man hingehen müssen.
Hut ab vor dem Ratinger Ama
teur-Ensemble unter Leitung von Ulrich Cyganek, dass es solche Solisten wie die kaum 20-jährige
Schweizerin Nadege Rochat in die Stadt bringt.
Es war schon ein Ver
gnügen, die un-beschwerte Spielfreude und die Sou-veränität der jungen, vielfach preis-gekrönten
Cellistin zu erleben. Sie schickte das
liebenswerte Thema in sieben Variationen  sozusagen ein-


Das Collegium Musicum bei seinem Konzert im Stadttheater.                 RP-FOTO: ACHIM BLAZY

beflügelte. In der Sinfonie D-Dur des jung verstorbenen Spaniers Juan Crisostomo de Arriaga wurden die vielen hübschen Einfälle sorgfältig enthüllt und charmant vorgetragen. Ulrich Cyganek zelebrierte die Laut-leise-Kontraste. Die überaus kulti-vierten Einwürfe der Holzbläser fie-len auch bei  dem zweiten Werk, der Pastorale d'ete von Arthur Honegger auf. Das Orchester zeichnete mit großer Disziplin und Ruhe wie ein impressionistisches Gemälde die Stationen eines Sommertages nach. Das Finale gehörte Ludwig van Beethoven. Seine Sinfonie Nr. 1 C-Dur atmete ebenso wie die vorher-gehenden Werke jugendliche Frische und Kühnheit.
Ulrich Cyganek setzte auf 
Schönheit und fand willige Gefolg-schaft, sowohl in den beschwingten Ecksätzen als auch im inbrünstigen Andante und dem scherzoartigen 3. Satz. Wie gerne man dem Orchester gelauscht hatte, bewies der Applaus.

mal quer durch die Alpen über Ser-pentinenstraßen in höchste Höhen und wieder hinunter in sonore Tiefe, um neuen Aufstieg mit kessem Tanz-schwung und witzigen Läufen zu be-siegeln. Nadege Rochats Können riss das gesamte Ensemble mit und ani-mierte das Publikum zu immer neuen Beifallswogen, so dass sie mit einem Solo-Flamenco noch ein Sahnehäub-chen zugab: Man hätte meinen kön-nen, sie spielte auf fünf verschiedenen

Instrumenten. Der wohlige Klang des Collegium Musicum, das sich seit mehr als 60 Jahren der Pflege sinfoni-scher Klassik in Ratingen verschrieben hat, wird freilich bei Aufführungen professionell unterstützt - und das

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Donnerstag, 7. April 2011 Kölner Stadt-Anzeiger

Harmonisches Zusammenspiel

Kirchenkonzert Porzer Kammerorchester und „Collegium musicum" traten gemeinsam auf

VON NADINE HANTKE

Eil. Ein Wiedersehen mit Ulrich Cyganek, dem ehemaligen Kantor der evangelischen Kirchengemeinde Porz, gab es beim sinfonischen Orchesterkonzert in der Markus-kirche.
Cyganek war der Vorgänger von Thomas Wegst, der seit nunmehr zehn Jahren Kantor in der Gemeinde ist. Erstmals schloss sich das Porzer Kammerorchester unter der Leitung von Wegst mit dem „Collegium musicum" aus Ratingen für ein Konzert zusammen, dessen Leiter der Landeskirchenmusik-direktor Cyganek ist.
„Die beiden Laienorchester wollten mal etwas Größeres machen und haben sich dafür zusammenge-schlossen", erklärt Hubert Semrau, Vorsitzender des „Fördervereins Kirchenmusik in Porz". Ergänzt wurden die Musiker durch einige Streicher und eine Bläsergruppe. Außerdem hatte man sich eine Solistin gegönnt. Die erst 19-jährige Nadege Rochat, die seit ihrem vierten Lebensjahr Cello spielt,

Streicher und Bläser unterstützten das Porzer Kammerorchester und das „ Collegium musicum " bei ihrem Auftritt in der Markuskirche. Foto: Hantke

schon zahlreiche Musikpreise gewonnen hat und Stipendiatin der „Mozart Gesellschaft" ist, verlieh dem Konzert mit ihrer Interpretation von Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Rokoko-Variationen eine ganz besondere, frische Note. Sein Virtuosenstück widmete der russische Komponist Tschaikowski dem deutschen Cellisten Wilhelm Fitzenhagen. Das Publikum

würdigte den Auftritt der Solistin mit besonders langem Applaus. Das Orchester unterstützte den Auftritt von Nadege Rochat mit einem besonders harmonischen Zusammenspiel. Und auch die anderen Stücke gefielen den zahlreich erschienene Gästen im Gotteshaus.
Präsentiert wurde - zum ersten Mal in der Markuskirche überhaupt - Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 1 in C-

Dur, die vor fast genau 211 Jahren im Wiener Burgtheater uraufgeführt wurde. Auch die Sinfonie in D-Dur des weitaus unbekannteren spanischen Komponisten Juan Crisöstomo de Arriaga spielte das rund 50 Musiker starke Orchester imposant und tongewaltig. Der, in seiner Heimat als „spanischer Mozart" gefeierte, Musiker verstarb 1826 mit nur 20 Jahren.

Das musikalische Programm hatten Wegst und Cyganek gemeinsam festgelegt. Wegst dirigierte in der Markuskirche und Cyganek übernahm die Leitung der Aufführung, die einen Tag später in Ratingen stattfand.

Die Konzertreihe an der Markuskirche wird an Karfreitag, 22. April um 15 Uhr mit einer „Musik zur Todesstunde Jesu" fortgesetzt.

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QUER DURCH KÖLN

Kölner Stadt-Anzeiger Dienstag, 08. Februar 2011

Wenn die Orgel gequält „Aua!" ruft

EMPORENTAG 40 Kirchen in Köln und dem Umland wollen mit Führungen das Instrument stärker ins Bewusstsein rücken

VON NADINE CARSTENS

Eil. Der Klang der Orgel ist den meisten Menschen bekannt. Doch wie entstehen eigentlich diese Töne? Und wie wird das Tasteninstrument gespielt? Ant­worten auf solche Fragen fanden Besucher der Markuskirche beim Orgelemporentag des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Fast 40 Kirchen beteiligten sich an der Aktion mit dem Ziel, die Orgel mehr in das Bewusstsein der Zuhörer zu rücken. Zu diesem Zweck hat sich auch der Porzer Kantor Thomas Wegst einiges einfallen lassen: Er hat zu gleich zwei Führungen eingeladen, die die Orgel der Markuskirche in den Mittelpunkt stellen. „Von Pfarrern hören wir oft den Spruch »Die Orgel spielt uns jetzt ein Stück«, diesen Ausdruck kann man sich bei keinem anderen Instrument vorstellen", schildert Wegst zu Beginn. Der Spieler der Orgel bleibt auf der Empore meist unsichtbar für die Kirchenbesucher.
Viele Besucher sind gekommen, um das Instrument künftig bewusster wahrzunehmen. Bereits bei der ersten Führung mit dem Titel „Zu Besuch bei der Königin der Instrumente" sind so viele Kinder und Erwachsene erschienen, dass der Platz auf der Empore kaum ausreicht.
Auf spielerische und unterhaltsame Art bringt Wegst den Kindern das Instrument näher: Er verkleidete sich als „Adjutant des Kantors", der für seinen Chef einspringt als dieser sich verspätet. Doch zum Leidtragen der Zuhörer kann er noch nicht mit all den Knöpfen, Tasten und Registern umgehen. Als er versucht, auf der Orgel zu spielen, reagiert diese lediglich mit einem lang gezogenen, gequälten „Auuuaaa!". In dem Instrument versteckt sitzt nämlich Victoria Bartetzko, die Mitglied im Gospelchor ist. Sie leiht der Orgel während der Führung ihre Stimme. Sie erklärt dem unwissenden Adjutanten, wie die Töne erzeugt werden und woraus das Instrument besteht. So staunen sowohl der Adjutant als auch die Zuhörer über die große Anzahl an Pfeifen: Durch 1750 von ihnen erklingen die Töne. Als kurz darauf der Kantor seinen Adjutanten ablöst, ertönen endlich wohlklingendere Lieder. Wegst zeigt den sichtlich interessierten Kindern, wie verschiedene Melodien eine passende Erzählung darstellen können.
Im Anschluss reizt Wegst die volle Kapazität des Instruments aus und spielt bekannte Werke wie etwa die d-moll Toccata und Fuge von Bach. Bei diesem Stück beobachten die Zuhörer gespannt, wie Wegst die Tasten, Pedale und Knöpfe nutzt und bekommen dabei eine genauere Vorstellung von der Komplexität der Orgel.

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